Langeweile in den Ferien?
Nicht in Friedewald, Hohenroda, Phillippsthal und Schenklengsfeld
 

Im Sommerferienprogramm 2018 der Ortsjugendpflegen Kuppenrhön und Friedewald/Philippsthal wurden fünf Wochen spannende Veranstaltungen für alle Altersgruppen angeboten. Möglich wurde dieses Programm durch die aktive und engagierte Mitarbeit zahlreicher Ehrenamtlicher.

In der ersten Ferienwoche starteten wir mit dem Bau von Panflöten und erkundeten die Orgel der Philippsthaler Kirche auch mal von innen. Anschließend spielten wir in Röhrigshof Minigolf. Am nächsten Tag wurde es dann richtig sportlich. In  Friedewald wurde das Deutsche Sportabzeichen in den Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination abgenommen. Die Teilnehmenden waren im Alter von 6 bis 74 Jahren.

Beim Nabu Dreienberg lernten wir einige Bienenvölker hautnah kennen. Wir ernteten den Honig, schleuderten ihn und durften uns dann noch ein Glas abfüllen und mit nach Hause nehmen.

Tags drauf ging es zum Erlebnispark nach Steinau an der Straße. Beim Ketten-Karussell, den Trampolinen oder der Sommerrodelbahn verging die Zeit wie im Flug.

Am Freitag fuhren wir mit dem Zug nach Eisenach und  wanderten durch die Drachenschlucht an der Sängerwiese  vorbei, in einen Garten in Wartburgnähe. Dort vertrieben wir uns mit Bogenschießen, bei den Johannis- und den Himbeeren und vielen Spielen den Nachmittag.

In der zweiten Ferienwoche starteten wir mit dem beliebten Waldcamp an der Schutzhütte in Röhrigshof. Nachdem die Zelte errichtet waren,  wurden tolle Hüttenlager gebaut und zwischendurch im Niedrigseilgarten geklettert. In diesem Jahr bauten wir ein Wildschweingesicht aus Holzstämmen, wurden mit einer tollen Aufführung selbständig einstudierter Sketche verwöhnt und schauten in der Nacht unter freiem Himmel einen tollen Film.

Am Mittwoch ging es nach Erfurt. Zuerst fuhren wir Wasserski, Kneeboard oder Wakeboard. Anschließend ging es zum Shoppen in den Thüringen Park.

Am nächsten Tag fuhren in den Kletterpark auf der Wasserkuppe. Auf den insgesamt acht zur Verfügung stehenden Parcours konnten sowohl die Kleinen als auch die Großen ihre Herausforderung finden.

Den krönenden Abschluss der Woche lieferte unsere Fahrt in den Heide Park Soltau. Die anfänglich noch kühlen und windigen Temperaturen sorgten an diesem Tag für einen wenig frequentierten Park. Bei später warmem und sonnigem Wetter hatten wir an den vielen rasanten Fahrtgeschäften und Attraktionen kaum Wartezeiten und konnten so teilweise zwei oder drei Fahrten in den Achterbahnen unternehmen, ohne überhaupt aussteigen zu müssen.

Die dritte Ferienwoche stand ganz im Zeichen des Wassers, denn wir waren bei den Kanuwanderern Bad Hersfeld zu Gast. Am Montag bauten wir unsere Zelte auf und erkundeten das Gelände. Dann folgte auch schon das erste Highlight: Die DLRG hatte riesige Bälle dabei, in die je ein Kind hineinklettern und damit über das Wasser rollen, gleiten oder sich einfach treiben lassen konnte. Das war ein  Riesenspaß auch für uns Zuschauer.  Am Dienstag starteten wir zu unserer ersten Tagestour. In Rimbach setzten wir die Boote ein und verbrachten in Solms eine Pause, dann ging es dann bis Mengshausen, dem Tagesziel, weiter. Der heftige nächtliche Regen ließ die Fulda rasant steigen und das führte am nächsten Tag zu zahlreichen Kenterungen, die dank der DLRG und der Kanuwanderer aber gut ausgingen. Auch wenn wir nicht auf dem Wasser waren, wurde es nicht langweilig. Wir juggerten, sangen zusammen, schauten einen Film, spielten Vampir oder Werwolf und vieles andere mehr.

Die vierte Woche verbrachten wir bei unseren Reiterferien in Buchenau. Nach einer kurzen Einweisung, ging es zu einer kleinen Erkundungstour. Nicht nur Pferde begegneten uns auf dem Bauernhof, sondern auch Lamas, Hängebauchschweine und Hasen. Auch die drei Hofhunde bereiteten uns während der Woche viel Freude.  Im Anschluss übten wir das Führen eines Pferdes sowie das Anbringen von Halfter, Sattel und Trense. Immer zwei bis drei Kinder durften sich gemeinsam für ein Pflegepferd entscheiden, dass sie die kommenden Tage versorgten. Das hieß neben Füttern und Ausmisten der Boxen vor allem Striegeln, Bürsten und - wer es sich mit Unterstützung zutraute – die Hufe auszukratzen. Dann ging es endlich auf den Rücken der Pferde. In Anfänger- und Fortgeschrittenen-Gruppen eingeteilt wurde die kommenden Tage immer im Wechsel geritten. Wer gerade eine Pause hatte spielte auf dem schönen, benachbarten Spielplatz, beim Plantschen am Bach, mit Gesellschaftsspielen oder nutzte die Zeit, um sich ein wenig auszuruhen. Am Mittwoch unternahmen wir einen Ausritt ins Schwimmbad nach Eiterfeld. Gemeinsam verbrachten wir auch hier ein paar schöne und erholsame Stunden beim Rutschen und Toben im kühlen und erfrischenden Nass.  Am Donnerstag hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von Wendy, Apokalypse und Co. Zuvor wurden die erworbenen  Reitkünste- und Fortschritte den  Eltern und Geschwistern in einer kleinen Vorführung stolz präsentiert.

In der fünften Ferienwoche unternahmen wir eine Fahrt für alle Generationen nach Hamburg. Trotz eines technischen Problems auf der Hinfahrt und dessen Folgen - einer der Kleinbusse stellte bei dichtem Verkehr auf der Autobahn seinen Dienst ein - entwickelte sich die Fahrt zu einem vollen Erfolg. Wir besuchten die Reeperbahn, unternahmen eine Hafenrundfahrt und waren im Hagenbeck Zoo. Eine kleine Gruppe wagte einen Blick in die dunkle Vergangenheit Deutschlands und besuchte, die KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort waren rote Backsteine für die Stadt Hamburg von den „Schutzhäftlingen“ hergestellt worden.

Am Abend besuchten wir alle dann noch das Duckstein Festival in der Speicherstadt. Viele Buden drängten sich über Brücken und Wege und wetteiferten mit ihrer Angebotsvielfalt um die Gunst der Besucher. Wir schauten Straßenkünstlern bei ihren Darbietungen zu, bewunderten die angebotenen Waren oder verwöhnten uns mit Fischbrötchen und  Schmalzkuchen. Am nächsten Tag ging es wieder nach Hause, nicht ohne einen Zwischenstopp im Miniaturmuseum einzulegen (sehr empfehlenswert!).

 

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