Förderantrag für Planungsleistugen des Glasfaserausbaus bewilligt

20.08.2026

Ein wichtiger Schritt für den Glasfaserausbau in den Ortsteilen der Gemeinde Friedewald ist erreicht: Der Förderbescheid für die Planungsphase liegt vor. Damit kann die Gemeinde die nächsten notwendigen Schritte einleiten und die Voraussetzungen für einen möglichen geförderten Glasfaserausbau weiter konkretisieren.

Nachdem der ursprünglich geplante eigenwirtschaftliche Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen bislang nicht umgesetzt werden konnte, verfolgt die Gemeinde nun konsequent auch die Möglichkeit eines geförderten Glasfaserausbaus. Insbesondere die wiederholten Verzögerungen und die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation bei Goetel haben dazu geführt, dass die Gemeinde alternative Möglichkeiten prüft, um den Glasfaserausbau in allen Ortsteilen dennoch voranzubringen.

Bereits in diesem Jahr hatte die Gemeinde deshalb einen Förderantrag über 50.000 Euro für die Inanspruchnahme externer Beratungs- und Planungsleistungen gestellt. Dieser Antrag wurde nun bewilligt. Der Bewilligungszeitraum läuft vom 5. August 2026 bis zum 4. August 2028.

Besonders erfreulich ist dabei, dass die bewilligten Mittel als Vollfinanzierung zu 100 Prozent gewährt werden. Für die geförderten Leistungen müssen somit keine Eigenmittel aus dem Gemeindehaushalt eingesetzt werden.

„Dass der Förderbescheid jetzt vorliegt, ist für uns ein wichtiger Schritt. Wir können damit die notwendigen Planungen finanzieren, ohne den Gemeindehaushalt zusätzlich zu belasten. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage, um beim Glasfaserausbau in unseren Ortsteilen weiterzukommen“, erklärt Bürgermeister Julian Kempka.

Die Gemeinde hat die Zeit seit der Antragstellung genutzt und bereits die nächsten Schritte vorbereitet. Die Ausschreibung für ein entsprechendes Planungsbüro läuft noch bis zum 11. September 2026.

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens und der Beauftragung eines Planungsbüros sollen die notwendigen Grundlagen für das weitere Vorgehen erarbeitet werden. Dazu gehören insbesondere die vorbereitenden Untersuchungen und Verfahren, die für einen möglichen geförderten Ausbau erforderlich sind. Auch ein Markterkundungsverfahren sowie ein Branchendialog spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Im Rahmen des Markterkundungsverfahrens wird unter anderem geprüft, ob und in welchen Bereichen ein Telekommunikationsunternehmen möglicherweise doch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau realisieren würde. Im Branchendialog können anschließend konkrete Möglichkeiten mit Unternehmen der Telekommunikationsbranche erörtert werden.

Sollte sich im weiteren Verfahren ein Anbieter finden, der den Ausbau übernimmt, wäre dies für die Gemeinde eine sehr gute Lösung. Sollte kein eigenwirtschaftlicher Ausbau zustande kommen, liegen mit der Planungsphase gleichzeitig wichtige Grundlagen vor, um anschließend die Voraussetzungen für die Beantragung von Fördermitteln für den eigentlichen Ausbau zu schaffen.

Für einen möglichen geförderten Ausbau können nach den derzeitigen Fördermöglichkeiten Förderquoten von bis zu 90 bis 95 Prozent erreicht werden. Wie hoch die tatsächlichen Kosten für einen Ausbau in den betroffenen Ortsteilen ausfallen würden und welche Förderhöhe konkret in Betracht kommt, soll im weiteren Planungsprozess ermittelt werden.

„Wir haben jetzt die Förderzusage und damit eine gute Grundlage für die weitere Arbeit. Sobald das Planungsbüro beauftragt ist, können wir konkret in die Planung einsteigen. Unser Ziel bleibt, den Glasfaserausbau in unseren Ortsteilen Schritt für Schritt voranzubringen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, so Bürgermeister Kempka.

Die Gemeinde Friedewald wird die Bürgerinnen und Bürger über die weiteren Schritte und den Fortgang des Verfahrens informieren.