
17.07.2026
Gemeinde treibt Glasfaserausbau weiter voran – Fördermittel für Planungspha-se beantragt Der Glasfaserausbau in den Ortsteilen der Gemeinde bleibt ein zentrales Zu-kunftsprojekt. Nachdem ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch die Firma Goetel trotz mehrfacher Ankündigungen bislang nicht umgesetzt werden konnte, arbeitet die Gemeinde intensiv an einer tragfähigen Alternative. Goetel hatte der Gemeinde mitgeteilt, dass aufgrund der angespannten wirtschaftli-chen Lage sowie interner Umstrukturierungen derzeit sämtliche Ausbauprojekte gemeinsam mit dem Investor erneut überprüft werden. Nach aktuellem Stand wird das Unternehmen zunächst die bereits begonnenen Baustellen abschließen, so-dass ein Ausbau in unserer Gemeinde in den Jahren 2026 und voraussichtlich auch 2027 nicht zu erwarten ist. Bürgermeister Julian Kempka zeigt sich über diese Entwicklung enttäuscht: „Es ist sehr bedauerlich, dass unsere Gemeinde nun bereits zum dritten Mal vertröstet wird. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist das nur schwer nachvollziehbar. Dennoch werden wir das Thema Glasfaserausbau nicht aufgeben, sondern mit Nachdruck an einer Lösung arbeiten.“ Aus diesem Grund prüft die Gemeinde seit einiger Zeit die Möglichkeiten eines ge-förderten Glasfaserausbaus. Ein solcher Ausbau sieht vor, dass die Gemeinde die notwendige passive Infrastruktur – in Form von Leerrohren – herstellen lässt, wäh-rend ein Telekommunikationsunternehmen anschließend die Glasfaserkabel ein-bläst und den Betrieb des Netzes übernimmt. Ein wichtiger Schritt ist nun bereits erfolgt: In der vergangenen Woche hat Bürger-meister Julian Kempka einen Förderantrag über 50.000 Euro für die Planungspha-se gestellt. Mit diesen Fördermitteln sollen die erforderlichen Vorarbeiten finanziert werden. Hierzu zählen insbesondere das vorgeschriebene Markterkundungsverfah-ren sowie ein Branchendialog, bei dem Telekommunikationsunternehmen die Mög-lichkeit erhalten, ihr Interesse an einem eigenwirtschaftlichen oder geförderten Ausbau zu bekunden. Sollte sich im weiteren Verfahren ein Anbieter finden, der den Ausbau übernimmt, wäre dies eine sehr gute Lösung für die Gemeinde. Falls dies nicht gelingt, werden mit den nun eingeleiteten Planungsschritten die Voraussetzungen geschaffen, um anschließend Fördermittel für den Bau der Leerrohrinfrastruktur für den Glasfaser-ausbau zu beantragen. Für den späteren Ausbau stehen nach aktuellem Stand Förderquoten von bis zu 90 bis 95 Prozent zur Verfügung. Der Bund fördert hier derzeit mit 50% und das Land Hessen mit einer Förderquote von 40-45%. Nach Abschluss der Planungsphase wird außerdem erstmals eine belastbare Kostenschätzung für einen geförderten Ausbau der Ortsteile vorliegen. „Wir gehen das Thema nun Schritt für Schritt an. Mit der Beantragung der Fördermit-tel für die Planungsphase schaffen wir die Grundlage, um den Glasfaserausbau langfristig auch mit den entsprechenden Fördermitteln auf den Weg zu bringen. Unser Ziel bleibt unverändert: eine leistungsfähige Glasfaseranbindung für alle Ortsteile unserer Gemeinde“, so Bürgermeister Julian Kempka. Die Gemeinde wird die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin regelmäßig über den Fortgang des Verfahrens und die nächsten Schritte informieren.