Stipendiat Felix Krakau für zwei Monate in Friedewald Projekt „Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum“

14.09.2020

Keine Angst vor dem sprichwörtlichen „Kulturschock“ hat der in Ostwestfalen aufgewachsene Felix Krakau. „Mit dem ländlichen Raum bin ich also durchaus vertraut“, betont der Autor und Regisseur bei seiner Vorstellung im Schlosshotel Prinz von Hessen.

Ab 15. September wird der 30-Jährige für 2 Monate in Friedewald zu Gast sein – als Stipendiat des Projekts „Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ des Hessischen Literaturrats. Was genau er schreiben wird, steht noch nicht fest. Als einer von 14 Bewerbern ist der gebürtige Hamburger für das Stipendium ausgewählt worden. Das letzte Wort hatte dabei die Gemeinde, erklärte Madelyn Rittner vom Hessischen Literaturrat. An Friedewald habe ihn vor allem die Verbindung von Historie und Gegenwart fasziniert, an die er literarisch anknüpfen will.

Wohnen wird er während des Stipendiums im ehemaligen Bürgermeisteramt, und damit in direkter Nachbarschaft zu Wasserburg und Schloss. Zum Start wolle er sich zunächst von der Historie des Ortes inspirieren lassen, aber auch gezielt auf die Friedewalder zugehen. Auch zufällige Begegnungen auf der Straße sind natürlich nicht ausgeschlossen, sondern durchaus erwünscht.

 

Zwei Monate sich mit Text, Ort und Menschen beschäftigen zu können sei ein Geschenk. Denn die Zeit, um einfach nur zu schreiben, fehle im hektischen Theaterbetrieb.

 

Bislang hat Felix Krakau vor allem Theaterstücke veröffentlicht. „Ob es nun der Beginn eines Historiendramas, eines Schelmenromans oder eines Entwicklungsromans wird, entscheide sich im Entstehungsprozess“, unterstreicht der Autor. 

Felix Krakau hat Kunst- und Medientheorie in Zürich, Theaterregie in Frankfurt und Szenisches Schreiben in Berlin studiert. In seiner Wahlheimat Düsseldorf feierte gerade seine Inszenierung „O Fortuna“ zum 125-jährigen Vereinsjubiläum im Fußballstadion von Fortuna Düsseldorf Premiere. 

Zum Konzept des Projekts „Land in Sicht“ gehört auch, dass die Bevölkerung in das Wirken des Gastautors eingebunden wird. Ob das in Form von Workshops oder klassischen Lesungen geschehe, hänge letztendlich auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Vorgaben ab, verdeutlicht Bürgermeister Dirk Noll.

Fest steht hingegen, dass die Abschlussveranstaltung am 14. November 2020, um 19.00 Uhr, im Rittersaal von Göbels Schlosshotel stattfinden wird.