Forsa-Umfrage

26.05.2020

Vertrauenszuwachs für Kommunalpolitiker und Bürgermeister

 Noch vor einem Jahr war das Vertrauen in Bürgermeister, Stadträte und die Verwaltung - wenn auch auf hohem Niveau - gesunken. Das hat sich spätestens mit der Coronakrise wieder massiv geändert, wie neue Forschungen des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeigen.

Im Vergleich zur Bundespolitik genießen Bürgermeister und Kommunalpolitiker vor Ort ein hohes Vertrauen. Das war schon immer so und gilt vor allem für kleinere Kommunen. Als Faustregel zeigt sich in allen Umfragen seit Jahren: Je kleiner die Gemeinde, desto höher das Vertrauen der Bürger. Allerdings ist das Vertrauen in den vergangenen Jahren gesunken.

(Rathaus in Friedewald)

Die jüngsten Zahlen des Meinungsforschungsinstituts Forsa sprechen nun eine klare Sprache in die andere Richtung. Ganz offensichtlich ist es der Kommunalpolitik gelungen, das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit wieder herzustellen.

In der Coronakrise ist das Vertrauen der Deutschen zu den politischen Institutionen gewachsen. Mehr als die Hälfte der Deutschen vertrauen ihren Bürgermeistern und Oberbürgermeistern sowie den jeweiligen Landesregierungen (je 58%), den Gemeindevertretungen (57%), Stadt-/Gemeindeverwaltungen (56%) und dem Bundestag (54%). Auch der Sympathiewert der politischen Parteien, die in dem Institutionen-Ranking nie über den letzten Platz hinausgekommen sind, ist um 9 Prozentpunkte hochgegangen, auf 25 Prozent. Lediglich die Europäische Union hat im Krisen-Management an Zuspruch verloren, auf aktuell 37 Prozent. 

Spannend in dem Ranking ist auch, dass die Bürger mit der kommunalen Ebene Menschen verbinden, aber wohl weniger Parteipolitik. Denn das Ansehen von politischen Parteien ist zwar ebenfalls gestiegen. Mit einem Wert von 25 Prozent bleibt es aber weiter Schlusslicht unter den Institutionen. Ein klares Signal, dass Kommunalpolitik parteipolitische Diskussionen vermeiden sollte.

Quelle: https://kommunal.de/forsa-vertrauen-kommunen