Ausschreibung „Land in Sicht“ Autorenresidenzen im ländlichen Raum

07.02.2020

Land in Sicht: Autorenresidenzen im ländlichen Raum

Zum Jahresende 2017 setzte der Hessische Literaturrat e.V. mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erstmals das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ um. Lyrikerin Safiye Can verbrachte einen Monat in Laubach und Open Mike-Preisträger Robert Stripling lebte für einen Monat in Münzenberg.

2018 wurde das Projekt ausgebaut und die Stipendiendauer auf zwei Monate verlängert, wobei der Fokus auf Nordhessen lag. Über die zahlreichen Lesungen, Workshops und Klangspaziergänge der Stipendiat*innen berichtete u.a. hr2-kultur ausführlich. Ziel der „Land in Sicht“-Stipendien ist eine intensive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung der Stipendiat*innen mit den kulturellen und städtischen lokalen Akteuren und der Bevölkerung. 2019 wurden erneut drei Stipendien im ländlichen Raum ausgeschrieben, wobei der Fokus mit Michelstadt (Jan Wilm), Bad König (Vito von Eichborn) und Oestrich-Winkel (Claudia Brendler) auf Südhessen lag. 2020 sind Stipendien im Norden, Osten und Süden Hessens geplant, darunter auch eine Kooperation mit der Gemeinde Friedewald im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Friedewald: Mitte August bis Mitte Oktober 2020

Die Gemeinde Friedewald (2.400 Einwohner) liegt im Grenzbereich zwischen der Kuppenrhön und dem Seulingswald an der Wasserscheide von Fulda und Werra. Die Gemeinde setzt sich aus den Ortsteilen Friedewald, Hillartshausen, Lautenhausen und Motzfeld zusammen und ist 15 Kilometer von der Festspiel- und Kurstadt Bad Hersfeld entfernt. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende Ruine der Wasserburg, die u.a. in den Sommermonaten Juli und August wöchentlich für musikalische Veranstaltungen genutzt wird. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählen der südlich gelegene Dreienberg mit der zwischen Lautenhausen und Hillartshausen gelegenen Ruine der „Drygenburg“, die mittelalterliche Wüstung Hammundeseiche, an der sich die bereits 1592 erwähnte „Dicke Eiche“ befindet, und die zwischen Sorga und Friedewald gelegene Ruine der Gißlingskirche.

Die Gemeinde kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – die erste urkundliche Erwähnung des Amts Friedewald geht auf 1372, die erste Erwähnung des Dorfes Friedewald auf 1430 zurück. Die Wasserburg wurde im Dreißigjährigen Krieg mehrmals erobert und im Siebenjährigen Krieg 1762 zerstört. Im hochmodernen Heimatmuseum finden sich zahlreiche Informationen zur Geschichte der Gemeinde, u.a. welche Rolle Friedewald in der Begründung des 1. Mai als Tag der Arbeit spielte. Neben Veranstaltungs- und Workshopmöglichkeiten in den Räumlichkeiten der Gemeinde und der örtlichen Steigleder-Grundschule sind auch Kontakte zu den weiterführenden Schulen, zur Gemeinde- und Schulbibliothek Schenklengsfeld und nach Bad Hersfeld möglich. In Bad Hersfeld finden sich u.a. die Hoehlsche Buchhandlung, der Verein Buchcafé sowie die Wissen- und Erlebniswelt wortreich. In Friedewald wird für die Dauer des Stipendiums ein geräumiges Appartement, ausgestattet mit Küche und Waschmaschine, zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf kann auch ein Drucker bereitgestellt werden.

Teilnahmebedingungen:

Erwartungen an Stipendiat*innen:

Unterlagen:

a)      die Erwartungen an das Stipendium

b)      Ideen und Pläne für die örtliche Zusammenarbeit

c)      das individuelle Arbeitsvorhaben während des zweimonatigen Aufenthalts

Stipendiengeld:

Bewerbungsunterlagen bitte schicken an:

info@hessischer-literaturrat.de

Rückfragen können telefonisch erfolgen unter 0176-233 171 44 (Madelyn Rittner, Geschäftsführung) oder per E-Mail an info@hessischer-literaturrat.de.

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