Anpassung der Wassergebühr zum 1. Januar 2020 notwendig

19.12.2019

Die Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung am 11. Dezember 2019 einstimmig die 1. Änderung der Wasserversorgungssatzung mit Wirkung zum 01. Januar 2020 beschlossen. Damit steigt ab diesem Zeitpunkt die Wassergebühr von bisher 3,53 Euro/m³ auf 3,69 Euro/m³ (inklusive Umsatzsteuer).

Die Entwicklung der Wassergebühren in den letzten Jahren ist nachstehender Übersicht zu entnehmen:

Vor 01.06.2011:              2,11 Euro/m³ (brutto)

Ab  01.06.2011:              2,90 Euro/m³ (brutto)

Ab  01.01.2014:              3,43 Euro/m³ (brutto)

Ab  01.01.2017:              3,53 Euro/m³ (brutto)

Ab  01.01.2020:              3,69 Euro/m³ (brutto)

Grund der notwendigen Anpassung sind die Abrechnungsergebnisse der Jahre 2015 bis 2020, wobei hier immer von Nettobeträgen ausgegangen wird:

2015 (Ergebnis Wirtschaftsprüfer):    8.014,94 Euro Verlust (- 0,07 Euro/m³)

2016 (Ergebnis Wirtschaftsprüfer):    59.568,20 Euro Gewinn (+ 0,46 Euro/m³)

2017 (Ergebnis Wirtschaftsprüfer):    37.728.24 Euro Verlust (- 0,38 Euro/m³)

2018 (Ergebnis Wirtschaftsprüfer):    51.002,61 Euro Verlust (- 0,45 Euro/m³)

2019 (kalk. Planung Verwaltung):       33.100,00 Euro Verlust (- 0,30 Euro/m³)

2020 (kalk. Planung Verwaltung):       37.700,00 Euro Verlust (- 0,34 Euro/m³)

Der über diesen Zeitraum ermittelte kalkulatorische Verlust beläuft sich auf rd. 108.000,00 Euro. Dies entspricht einem gemittelten Nettoverlust von 0,15 Euro/m³. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere sukzessive Kostensteigerungen beim Wasserbezug vom WBV von 0,82 Euro/m³ im Jahre 2012 auf 1,50 Euro/m³ im Jahre 2019.

Basis der Ermittlung der Benutzungsgebühren ist § 10 des Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG). Demnach sind gemäß § 10 Absatz 1 Satz 2 KAG die Gebühren so zu bemessen, dass die Kosten der Einrichtung gedeckt sind.

Aufgrund dessen wurde nach drei konstanten Gebührenjahren nunmehr eine Anpassung um 0,15 Euro/m³ (netto) bzw. 0,16 Euro/m³ (brutto) vorgenommen.

Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von rd. 36 Kubikmeter Wasser pro Person ergibt sich durch die Gebührenanpassung ein Erhöhungsbetrag von rd. 5,76 Euro pro Jahr; für eine 3-köpfige Familie beläuft sich die rechnerische Erhöhung somit auf rd. 17,28 Euro im Jahr.

Bei einer angenommenen Verkaufsmenge von 110.000 m³ Frischwasser pro Jahr ergeben sich für die Gemeinde jährliche Mehreinnahmen in Höhe von rd. 16.500,00 Euro (110.000 m³ x 0,15 Euro/m³ netto).

Gebührenänderungen im Abwasserbereich sind nicht vorgesehen.