Einladung zum BestPractice-Vortrag

05.04.2019

BestPractice-Vortrag

über das Erfolgskonzept einer

„überregionalen Vereins AG im Siegerland“

 

Es ist wie überall. Die Arbeit im Verein bleibt immer häufiger an wenigen Personen hängen, die ihre kostbare Freizeit für das Allgemeinwohl und den Verein „opfern“. Obwohl es für diese Personen nicht wirklich ein Opfer bedeutet, sind Veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen für viele Vereine aufgrund des demografischen Wandels schon jetzt kaum noch machbar. Wie soll es weiter gehen?

 

Auf Einladung von Bürgermeister Dirk Noll stellt Holger Saßmannshausen, Vorsitzender des Jugendfördervereins aus Bad Berleburg, am

 

Mittwoch, 17. April 2019, um 19.30 Uhr,

im Göbels Schlosshotel „Prinz von Hessen“, Schlossplatz 1, 36289 Friedewald,

 

sein Erfolgsprojekt eines überregionalen Zusammenschlusses von 140 Vereinen mit mehr als 20.000 Mitgliedern vor.

 

Dieser Vortrag ist KEINE Gründungsveranstaltung für einen kreisweiten Verein, sondern soll über eine sehr gelungene Kooperation von 140 Vereinen informieren. Er soll als „BestPractice“-Beispiel dienen und Anregungen für den Zusammenschluss oder die vereinsübergreifende Arbeit vielleicht sogar innerhalb eines kleinen Ortes hinweg geben.

 

Wie es vor 10 Jahren begann.

Zunächst als reiner Jugendförderverein gegründet und unter der Schirmherrschaft der Stadt Bad Berleburg, wurden die Vorstandsmitglieder des vereinsübergreifenden Jugendfördervereins vom Erfolg ihres eigenen Projektes zum Thema „Abschaffung des Kirchturmdenkens“ regelrecht überrollt. Niemand konnte ahnen, dass diese Idee bereits ab dem Beginn so großen Zuspruch in der Region fand. Eines der Leitthemen dieses zusammengeschlossenen Fördervereins ist es, „die gemeinsamen Herausforderungen der Globalisierung des demografischen Wandels anzugehen und trotzdem den einzelnen Verein nicht aus den Augen zu verlieren“. Mehr als 20.000 Mitglieder zählt dieser übergeordnete Förderverein nun schon und hat jährliche Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich.

 

Mittlerweile ist ein sehr großer Materialpool aus gemeinsam beschlossenen Rücklagen angeschafft worden, der sich sehen lassen kann. Von Bühnen, Zelten, Thekenequipment, Hüpfburgen Weihnachtshütten, Absperrgittern, mobilen Groß-LED Wänden bis hin zu Bussen und Transportern, die allen Vereinen sehr kostengünstig zur Verfügung stehen.

 

Vereine, wie z.B. ein Motorradclub, wurden als freie Security-Mitarbeiter von der IHK über den Förderverein ausgebildet. Sie übernehmen den Sicherheitsdienst im Auftrag des Fördervereins auf den Veranstaltungen in der Region. Die DRK Vereine kümmern sich um den Rettungsdienst und werden ständig geschult. Die Mitglieder der Kirmesburschen und des Fußballvereins sind von der dortigen Krombacher Brauerei als Thekenkräfte und damit speziell für den Bierausschank und Schanktechnik in Bierwagen und Thekensystem ausgebildet worden. Nur durch dieses gewachsene, etablierte und ausgereifte Konzept ist es dem Förderverein möglich, bis zu 50 Veranstaltungen im Jahr zu organisieren und durchzuführen. Unter allen Helfern bei den Veranstaltungen, wird jährlich ein großer Wanderpokal mit einer zusätzlichen Geldprämie für das „Vereins-Idol des Jahres“ verliehen.

 

Was haben die einzelnen Vereine von so einem Zusammenschluss?

Alle Vereine bleiben in ihrer Struktur wie bisher bestehen. Die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen wird im Kreis Wittgenstein nicht mehr von einem einzelnen Verein durchgeführt, sondern von dem Jungendförderverein und deren hauptamtlichen Mitarbeitern, die damit die ganze Arbeit für den eigentlich austragenden Verein übernehmen. Alle Mitglieder über alle Vereine hinweg sind aufgerufen, sich an einer geplanten Veranstaltung personell zu beteiligen. Über einen genau definierten Schlüssel (Helfer/Stunden/Verein) werden die Gewinne aus diesen Veranstaltungen auf die Helfer und damit auf deren eigenen Verein ausgeschüttet. Dadurch ist es für jeden noch so kleinen Verein möglich, sich an jeglichen Veranstaltungen zu beteiligen und einen finanziellen Gewinn für seinen eigenen Verein zu erwirtschaften. Fördermittel in der Region fließen fast zu 100% immer in den Jugendförderverein und fallen damit indirekt allen angeschlossenen Vereinen zu.

 

Alle Interessierten der gesamten Region sind eingeladen, sich über dieses Erfolgskonzept des Jugendfördervereins Bad Berleburg e. V. zu informieren.

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und verbleiben

 

mit den besten Grüßen

Ihr / Euer

Dirk Noll

Bürgermeister