Eckpunkte des Haushaltsentwurfs 2015 den Bürgern vorgestellt

05.12.2014 Im Hinblick auf noch mehr Transparenz in der Verwaltung hat Bürgermeister Dirk Noll am vergangen Donnerstag in der Bürgerstube in Friedewald unter dem Motto „Finanzplanung 2015 - wie sieht es aus im Gemeindehaushalt?“ die Eckpunkte des Verwaltungsentwurfs interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt. Vor dem offiziellen Feststellungsbeschluss durch den Gemeindevorstand gab es somit Gelegenheit, sich in die Haushaltsplanung für das Jahr 2015 aktiv einzubringen.

Mittels verschiedener Grafiken, wie etwa der Entwicklung der Gewerbesteuer, der Schlüsselzuweisungen oder der Personalkosten, wurde die aktuelle Situation verdeutlicht.

Im Finanzhaushalt wurde den Anwesenden eine Einzelaufstellung mit den geplanten Investitionen dargelegt. Nachdem die notwendigen Kanalbauarbeiten im Jahre 2014 abgeschlossen werden konnten, liegt der Schwerpunk 2015 in der Wasserversorgung sowie der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik.

Auch die mittel- bis langfristig anstehenden Vorhaben wurden dargestellt. So sind weitere Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung (Verbindungsleitung Lautenhausen - Friedewald) sowie der Kläranlage Friedewald erforderlich. Auch im Hochbaubereich müssen Lösungen für die Sanierung der Festhalle und des Rathauses gefunden werden, die weitere Investitionen nach sich ziehen.

Die Entwicklung der Schulden wurde besonders betrachtet. So wird der Stand der Verbindlichkeiten zum Ende des Haushaltsjahres 2015, wo übrigens wie im vorigen Haushalt keine neue Kreditaufnahme angedacht ist, auf rd. 10,3 Millionen Euro sinken.

Da der Ergebnishaushalt trotz aller Konsolidierungsbemühungen noch einen Fehlbetrag ausweist, erläuterte der Bürgermeister den Anwesenden die vom Land Hessen festgelegten Vorgaben für eine Haushaltsgenehmigung.

Für die Gemeinde Friedewald spielt hierbei die Pflicht zur Anpassung des Grundsteuer B-Hebesatzes über den Landesdurchschnitt eine entscheidende Rolle. Den gemeindlichen Gremien bleibt demnach kaum eine andere Wahl, als den derzeitigen Hebesatz von 310 v. H. anzupassen. So empfiehlt die Verwaltung eine Anpassung auf 380 v. H., was kreisweit noch immer einem moderaten Ansatz entspricht und Bestand für die nächsten Jahr haben sollte.

Darüber hinaus, so machte Bürgermeister Noll deutlich, seien im Jahre 2015 keine Steuer- oder Gebührenveränderungen notwendig.

Die Präsentation zum Thema „Finanzplanung 2015“ finden sie hier

Friedewald, 05.12.2014