Gewerbeentwicklung soll weitergehen

23.12.2013

Im Rahmen der Informationsreihe „Informieren und diskutieren in Friedewald“ wurden die zahlreich Anwesenden in der Bürgerstube durch Bürgermeister Dirk Noll über die mögliche Gewerbeentwicklung in Kenntnis gesetzt.
So ging der Bürgermeister eingangs auf die derzeitige Situation im vorhandenen Bereich östlich des Autobahnzubringers ein, wo von insgesamt rd. 51 Hektar nur noch 3 Hektar öffentlicher Fläche zum Verkauf zur Verfügung stehen. Zwar läuft derzeit das Bauleitplanverfahren zur Ausweisung weiterer Flächen, allerdings handelt es sich dabei lediglich um Arrondierungen.
Im Anschluss daran ging der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg, Bernd Rudolph, mit einigen Folien auf die im Landkreis insgesamt zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen ein und unterstrich die wohl auch in Zukunft anhaltende Nachfrage nach Grundstücken in unserem Gebiet.
Die konkrete Nachfragesituation in Friedewald erläuterte anschließend Bürgermeister Noll und verwies auf vorliegende Interessenbekundungen, insbesondere für die Bereiche Großtankstelle, Restaurationsbetriebe sowie Logistik.
Um diese Anfragen weiter verfolgen zu können, wurde den Anwesenden als eine Erweiterungsoption der nord-östlich des derzeitigen Gewerbegebietes liegende Waldbereich vorgeschlagen. Dabei wurde auch ausführlich auf die Vor- und Nachteile des Geländes eingegangen.
Als weitere Entwicklungsoption wurde die landwirtschaftliche Fläche westlich des Autobahnzubringers und nördlich des vorhandenen Erdzwischenlagers vorgestellt. Während hier aufgrund der vorhandenen Infrastruktur durch den Kreisel eine relativ gute Erschließung möglich ist, bringt man allerdings das Gewerbegebiet näher an die Ortslage.
Dass dies von den dortigen Anwohnern nicht gewünscht ist, machten einige Anwesende deutlich. Bürgermeister Noll verwies darauf, dass im Falle einer Umsetzung dieser Variante der Immissionsschutz für den Ort oberste Priorität haben muss und entsprechende Maßnahmen bereits in der Bauleitplanung darzustellen sind. So könnte hierfür ggf. der für das Erdzwischenlager errichtete Wall genutzt und ausgebaut werden.
Als dritte Variante wurde darüber diskutiert, ob eine weitere Gewerbeentwicklung in Friedewald überhaupt notwendig ist. Immerhin wären dann keine weiteren Immissionsbelastungen zu erwarten. Allerdings würde dies auch einen Verzicht auf mögliche Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen bedeuten. Mit dieser Option konnte sich kaum jemand im Publikum anfreunden.
Zwar stehen in der Gemarkung Friedewald weitere Freiflächen zur Verfügung, die allerdings aus den verschiedensten Gründen für eine Gewerbeausweisung nicht in Frage kommen.
Im nächsten Schritt ist vorgesehen, mit dem Eigentümer der Waldfläche Gespräche über eine mögliche Veräußerung zu führen. Für den westlich des Autobahnzubringers gelegenen Bereich sollen mögliche Immissionsschutzmaßnahmen geprüft werden.
Die nächste Bürgerinformationsveranstaltung in Friedewald findet am 21. Januar 2014 statt, wo es um den möglichen Neubau einer Kläranlage gemeinsam mit der Gemeinde Schenklengsfeld geht. Auch diese Veranstaltung findet wieder um 19.00 Uhr in der Bürgerstube statt.