In Zukunft zeitnahe und prägnante Informationen über Beschlüsse der Gemeindevertretung

24.10.2008

Bild: Umrandet, die noch zur Verfügung stehende Flächen im Gewerbegebiet

Zukünftig soll zeitnah und in Kurzform von den Sitzungen der Gemeindevertretung berichtet werden. Dieser Kurzbericht soll die Bürger informieren und ersetzt natürlich nicht die Bekanntmachung des offiziellen Protokolls, welches dann nachfolgt.

Gemeindevertretung fasst zukunftsweisende Beschlüsse
In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 30. September in Lautenhausen sind wichtige und zukunftsweisende Beschlüsse gefasst worden.

Neue Ortsjugendpflege in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Gemeinde Philippsthal
Bürgermeister Martin Gröll trug vor, dass die momentane Situation der Jugendarbeit nicht befriedigend sei. Zurzeit ist die Gemeinde Friedewald an einer kommunalen Gemeinschaft aus den drei politischen und den drei Kirchengemeinden Hohenroda, Schenklengsfeld, Friedewald beteiligt. Träger der Ortsjugendpflege sind die Kirchengemeinden Friedewald, Hillartshausen, Motzfeld, Ransbach und Schenklengsfeld.
Angestellt ist der zurzeit tätige Ortsjugendpfleger bei der evangelischen Kirche. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass diese Organisationsstruktur für eine konstruktive, zielorientierte und vor allem wirksame Jugendarbeit nicht mehr geeignet erscheint.
Die Entscheidung für nur einen einzigen Ortsjugendpfleger für 20 Dörfer werde Bedeutung der Aufgabe „Jungendarbeit“ nicht gerecht. Der neue Jugendarbeiter solle ein echter „Streetworker“ sein, der auf die Jugendlichen zugehe und sich um das gemeindliche Jugendhaus kümmere.
Um eine Kostenteilung erreichen biete sich die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Philippsthal an. Die öffentliche rechtliche Vereinbarung zwischen den beiden Gemeinden sieht eine gleichberechtigte Dienstaufsicht über den neuen Jungendarbeiter vor.

Neue Fläche im Gewerbegebiet geht an den Markt
Weil die Gemeinde über keine eigenen Gewerbeflächen mehr verfügt, wurde die Hessische Landgesellschaft (HLG) beauftragt eine Fläche von 30.000 m² im Gewerbegebiet zu erwerben. Die neue Fläche liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Im neuen Gehege“ und kann in nächster Zeit bebaut werden.
siehe Bild oben

Neue Flächen für eine kleine Wohnbausiedlung
Auch hier wird eine neue Entwicklung in Gang gesetzt. Bevor die „Neuauflage“ des Bebauungsplans „Über der Hohle“ weiter verfolgt wird, soll das Gebiet mit einer neuen Baugrundstücksfläche von ca. 14.000 m2 ergänzt werden. Hier ist ein Konzept mit sog. „Gewinn-Energie-Häusern“ denkbar.

Auftrag für das Sanierungskonzept Festhalle in Auftrag gegeben
Ziel soll es sein, die Friedewalder Festhalle mit Mitteln des Dorferneuerungsprogramms zu sanieren und umzubauen. Um keine Zeit zu verlieren soll dazu jetzt schon ein Konzept erstellt werden. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, den Neuensteiner Architekten Albert Hess mit dem Auftrag zu betrauen.

Pflanzvorschrift aus der Stellplatzsatzung gestrichen
Einer dringenden Überarbeitung bedurfte es bei der Stellplatzsatzung. Die Vorschrift, dass je 2 Stellplätze ein standortgeigneter Baum mit einem Stammumfang von mindestens 10 cm, gemessen in 1 m Höhe in einer unbefestigten Baumscheibe von ca. 5 m³ zu pflanzen und dauernd zu erhalten ist, wird ersatzlos gestrichen. Diese Vorschrift hätte bei einigen laufenden Bauvorhaben zu erheblichen Problemen geführt. Die Bedürfnisse des Naturschutzes würden zur genüge in dem Bebauungsplänen Berücksichtigung finden, führte Bürgermeister Martin Gröll aus.

Nachtragshaushalt in Arbeit, durchweg mit positiven Zahlen
Der Nachtragshaushalt für dieses Jahr wird zurzeit von der Verwaltung vorbereitet.
Der Gewerbesteuereinnahmeansatz kann um 170.000 Euro von geplanten 640.000 Euro auf 810.000 Euro erhöht werden.
Nach den derzeitigen Prognosen kann erstmals seit rund 9 Jahren ein Zuführungsbetrag von über 400.000 Euro an den Vermögenshaushalt überwiesen werden, der allein durch den Verwaltungshaushaushalt erwirtschaftet werden konnte. Die sog allgemeine Rücklage wird sich somit am Ende des Jahres auf ca. 200.000 Euro belaufen.

Dank für Elternspende in Höhe von 600 Euro aus Lautenhausen
Gelobt hat Bürgermeister Martin Gröll die Elterninitiative „Die kleinen Strolche“, die rund 600 Euro für den Kauf einer Spielplatzrutsche gespendet hatten. Der Gemeindevorstand sagt: „Herzlichen Dank“.