Sachstand zur Windkraft am Roteberg in Friedewald 

Zum Thema Windkraft auf dem Roteberg stand Investor Ingo Sauer aus Bad Hersfeld im Rahmen der Bürgerversammlung Rede und Antwort. Ihm gegenüber standen eine Vielzahl von Windkraftgegnern aus der Bevölkerung sowie Vertreter der Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald.

„Da bereits viel Geld in das Projekt investiert wurde, möchten wir es auf jeden Fall realisieren“, so Sauer. Da sich derzeit die Nutzung der Feldwegetrasse nördlich des Ortes für Schwertransporte schwierig gestaltet - zwei Pächter erteilen nicht die Genehmigung -, prüft man alternativ die Zuwegung über die Eichelsgasse und die Alte Hersfelder Straße in Richtung Roteberg. Dies würde jedoch nicht die Massentransporte betreffen, die wie geplant über das Lämmertal bzw. über die Nordvariante zur Baustelle gelangen könnten.

Bürgermeister Dirk Noll, der ebenso wie die meisten Gemeindepolitiker auch, kein Freund der Windkraft auf dem Roteberg ist, kritisierte die Nutzung der innerörtlichen Gemeindestraßen. Allerdings sind die rechtlichen Möglichkeiten einer Verweigerung durch die Gemeinde beschränkt: „Wir haben über verschiedene Rechtanwälte prüfen lassen, ob wir den Schwertransporten die Durchfahrt untersagen können. Dies ist nach deren Aussage jedoch nicht möglich. Im Falle einer Verweigerung besteht unter Umständen sogar ein Schadensersatzanspruch des Investors“, so Bürgermeister Noll. Windkraftprojekte sind in Deutschland so genannte privilegierte Vorhaben und genießen damit besondere Rechte.

Auch die Bürgerinitiative ihrerseits möchte prüfen, ob sie den Transport der Rotoren durch den Ort stoppen kann. „Wir werden uns bei der Zuwegung Alte Hersfelder Straße wehren und uns rechtlichen Beistand suchen“, so der Vorsitzende der Initiative, Marco Sell.